Ausbilden: Fahrzeug und Gerätekunde

„Auskramen“ – Kennenlernen der Normbeladung des Löschfahrzeugs

Weit über 150 Ausrüstungsgegenstände (geschätzt – Zählung folgt irgendwann 😉 ) sind auf einem Löschgruppenfahrzeug LF10  verstaut, um den unterschiedlichsten Anforderungen im Einsatz gerecht zu werden. Das geht von A wie Abgasschlauch, B wie Besen, C wie C-Druckschlauch immer weiter über L wie Leinenbeutel, S wie Saugkorb bis Z wie Zumischer.

Was hier so schön aufgezählt ist, heißt aber auch, dass die Mitglieder der Einsatzabteilung diese 150 Gegenstände, ihre Handhabung und Einsatzgrenzen kennen aber auch wissen müssen, wo sie sich im Fahrzeug befinden. Deshalb ist die so genannte Fahrzeug- und Gerätekunde auch regelmäßig Bestandteil der laufenden Ausbildung in der Einsatzabteilung. Je besser sich die Feuerwehrangehörigen auskennen, umso schneller und reibungsloser kann ein Einsatz ablaufen. Deshalb beginnen wir schon in der Jugendfeuerwehr uns mit diesem Thema auseinander zu setzen. In der kalten und dunklen Jahreszeit bleiben wir auch gern einmal im Feuerwehrhaus 😉 und beschäftigen uns mit den Gerätschaften der Feuerwehr.

 

Hierzu werden die Geräteräume Gegenstand für Gegenstand nacheinander ausgeräumt, und die Ausrüstungsgegenstände in der Fahrzeughalle abgelegt. Nach der normgerechten Benennung (!) und einer kurzen Erklärung wozu der jeweilige Ausrüstungsgegenstand dient, folgt der nächste. So arbeitet man sich durch die Geräteräume – bei einem LF 10 sind das schon mal zwei vollständige Dienste mit 1,5 Zeitstunden (ohne Dachbeladung und Mannschaftskabine). Wichtig: hier geht es nicht um Details sondern darum, einen Überblick zu gewinnen – die einzelnen Gerätschaften werden dann nach und nach Gegenstand der Ausbildung.

Es geht natürlich auch darum, zu lernen. Deshalb bemühen sich die Betreuer auch anstelle eines Frontalunterrichts mit einer schön anzusehenden Präsentation (Folienkino!) das Ganze praktisch zu gestalten. So sollen möglichst viele Sinne in den Lernprozess einbezogen werden:

Die Erinnerungsquote steigt an, wenn mehr Sinne am Lernprozess beteiligt sind:
– Nur hören 20%
– Nur sehen 30%
– sehen und hören 50%
– sehen, hören und diskutieren/aufschreiben 70%
– sehen, hören, diskutieren/aufschreiben und selber machen 90%

Natürlich sollte dann auch “Anfassen” während der Ausbildung erlaubt und Zwischenfragen zugelassen sein. Mit Hilfe einfacher Arbeitsblätter, die eine Seitenansicht des Fahrzeugs zeigen und in denen die Geräteräume einen Leerraum aufweisen, lässt sich das Ganze noch auflockern. Die Arbeitsblätter werden erstellt und an die Kinder verteilt, dann sollen die jeweiligen Ausrüstungsgegenstände in die richtigen “Geräteträume” eintragen werden.

Habt ihr Fragen zu dieser Ausbildung: eike@feuerwehr-hechthausen.de

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