Eisvogel-Bruthilfen der JF Dedesdorf

Die JF Dedesdorf hat Bruthilfen für Eisvögel aufgestellt

DEDESDORF. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Dedesdorf haben jetzt ihr Umwelt- und Naturschutzprojekt abgeschlossen und die ersten Bruthilfen für Eisvögel auf der Luneplate aufgestellt. Eisvögel leben an seichten fließenden und stehenden Gewässern und brüten normalerweise in selbstgegrabenen Erdhöhlen.

Die Mitglieder der JF Dedesdorf sind eifrig bei der Arbeit (Foto jse)

Die Jugendfeuerwehr hat sich in den letzten Monaten mit dem Eisvogel beschäftigt. Insbesondere über das Internet haben sie sich Informationsmaterial über die Lebensweise beschafft und über die Beschaffenheit von Bruthöhlen informiert. Sodann haben sie mit Unterstützung vom stellvertretenden Ortsbrandmeister Rainer Onken einen Protyp einer Nisthöhle aus einer Mauersandmischung von etwa 1 Kubikmeter Raummass mit zwei vorbereiteten Nisthöhlen auf einer Palette gebaut.

Zudem waren die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Dedesdorf zu Gast beim Amt für Umweltplanung von ‚bremenports‘ in Bremerhaven. Sie haben den Projektleitern der Ausgleichsmaßnahmen auf der Luneplate mit einer Powerpoint-Präsentation vorgestellt. Die Ingenieure waren begeistert von den Ausführungen und finden es gut, dass junge Menschen etwas freiwillig für den Naturschutz leisten möchten. Unter der Leitung von Rainer Onken und Jugendfeuerwehrwart Mirko Liebegut haben sie an mehreren Dienstabenden weitere Kästen zurecht gesägt und zusammengeschraubt und später mit einer Magersandbetongemisch gefüllt. Dabei haben sie für jeden Kasten auch zwei Beobachtungsfenster aus einer Plexikglas-scheibe, einer Dämmschicht und einer Abschlussverkleidung zusammengeschraubt, die später ein Feststellen des Bruterfolges ermöglichen sollen.
Die Mädchen und Jungen haben dann vor Ostern ihr Umwelt- und Naturschutzprojekt „Eisvogel“ in Zusammenarbeit mit ‚bremenports‘ auf der Luneplate abgeschlossen. Rainer Onken hatte einen Platz für eine Bruthilfe an der ‚Alten Weser‘ ausgemacht und den Platz vorbereitet. Der erste Kasten wurde dann fachgerecht aufgestellt und die Mitglieder der Jugendfeuerwehr verkleideten den Bruthöhlen-Kasten mit Erde und Strauchwerk sowie Grassoden, damit er von den Eisvögeln als Bruthilfe angenommen wird. Zuletzt legten sie noch einige dickere Ästen auf und um den Kasten, damit er sich dem Landschaftsbild anpaßt.
Die Eisvögel sind etwas über spatzengroße, am Rücken auffallend türkisfarbene Stoßtaucher. Sie sind in ihrem Bestand bedroht und vollkommen geschützt.
Nun hoffen Jugendfeuerwehrwart Mirko Liebegut, die Mitglieder der Jugendfeuerwehr und die Naturschutzfachleute von ‚bremenports‘, dass sich die Eisvögel auf der Luneplate an den Flachgewässdern und an der ‚Alten Weser‘ wieder vermehren.
Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr Dededorf haben sich damit nicht nur mit der Natur unserer Region auseinander gesetzt sondern auch etwas Nützliches für den Naturschutz geleistet. (jse)

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